So wird meine Engel-Sammlung bereichert
«Berühren verboten», stand klar und deutlich. Das Schild war nicht zu übersehen. Vor mir stand eine Weihnachtskrippe mit weissen Figuren. Sie waren nicht geschnitzt und nicht getöpfert, sondern gehäkelt. Alle. Auch der Esel, der Ochse, die Schäfchen, der Hund. Und natürlich die Engel. Die Krippe stand nicht in einem Museum, sondern in einem Bergrestaurant.
Einen solchen Häkel-Engel zu haben, wäre schön, sinnierte ich. Er fehlte noch in meiner Sammlung. Die Wirtin erzählte mir, dass ihre Mutter die Krippe hergestellt habe. Nun sei sie zu alt, um neue Figuren zu schaffen. Schade, dachte ich. Und deponierte meinen Engelwunsch trotzdem.
Wie staunte ich, als ein paar Wochen später ein reich verziertes Päcklein bei mir ankam und ich einen eigens für mich gehäkelten niedlichen Engel auswickeln konnte. Ich freute mich riesig über das unerwartete Geschenk. Seither hat der unerwartet zugeflogene Engel einen besonderen Platz in meiner Sammlung und vor allem in meinem Herzen.
herbst08dw