Dorothea Walter, Liederweib aus Berufung Dorothea Walter, Liederweib
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Der Kulturabend am Thunersee überzeugte rundum

thun

Märchen,Musik,Gesang und kulinarische Höhepunkte. Die Kulturnacht am rechten Thunerseeufer sorgte für Spannung bei Gross und Klein. Trotz Wetterpech zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz des «Sommernachtstraums».

Trotz des trüben Wetters war die zweite Kulturnacht «Sommernachtstraum» am rechten Thunerseeufer gut besucht. Zahlreiche Interessierte genossen am Samstagabend das vielfältige Programm, das die Schlösser Oberhofen und Hün egg, das Kultur-Pavillon Hünegg sowie das Museum für Uhren und mechanische Musikinstrumente Mumm in Oberhofen für sie bereithielten.

Den Auftakt machte Franziska Jeremias mit ihren Märchen zum Thema «Essen». Im «Stübli» des Kinderchalets im Oberhofner Schlosspark vermochte sie mit ihren Geschichten nicht nur Kin der anzulocken. Auf Interesse stiess auch die Führung durch die Sonderausstellung zur Hochzeitsfotografie im Schloss Oberhofen.

Theater und Gesang
Reger Betrieb herrschte in den Kulturhäusern von Hilterfingen. Zahlreiche Gäste genossen das kulinarische Angebot im Zelt des Kultur-Pavillons Hünegg, bevor sie sich von Theatermacher Peter Rinderknecht aus Horgen den Spiegel vorhalten liessen. Als Obdachloser erzählte er, wie ein Bauer zu Familie und Wohlstand kam und beides durch Konsumrausch wieder verlor. Geschickt und mit viel Humor wusste er das Publikum in die Handlungen mit ein zu beziehen.

Im Schloss Hünegg liessen sich Musikliebhaber von den Darbietungen des Luzerner Gesangsensembles «Die Perlen» begeistern. Passend zur originalgetreuen Einrichtung des Schlosses unterhielten 14 Damen in historischen Gewändern die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Evergreens und Wiener Liedern, am Flügel begleitet von Toni Oliver Rosenberger. Für Kurt Niederhauser, Stiftungsrat des Schlosses Hünegg, verlief der Anlass «angesichts der Wetterverhältnisse zu- friedenstellend».

Im Museum für Uhren und mechanische Musikinstrumente in Oberhofen Mumm spielte eine grosse holländische Strassenorgel zum Tanz auf. Allerdings wurde infolge der Witterung weniger getanzt als die Ausstellung besucht oder den Jahrmarktgeschichten von Alfred Brügger gelauscht. Auf Anfrage äusserte sich auch Martin Tschabold vom Mumm positiv zum Verlauf des Abends.

Nicht minder gut besucht waren die Vorstellungen der Berner Bühnenkünstlerin Dorothea Walther. Als Moritatensängerin gab sie in der Orangerie des Schlosses Oberhofen zu Drehorgel-musik Ohrwurm um Ohrwurm zum Besten. Wobei es sich das Publikum nicht nehmen liess, kräftig mitzusingen.

Einen letzten Höhepunkt setzte Christina Fankhauser mit ihrer nächtlichen Führung durch das Schloss Oberhofen. Ausgerüstet mit Taschenlampen, folgten zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Schlossherrin durch die dunklen Gänge des Herrenhauses.

Nächtlicher Spuk im Schloss
Einzeln stellte sie die Räumlichkeiten vor, während im Hintergrund die Stimmen der einstigen Bewohnerinnen und Bewohner aus ihrem Leben im Schloss berichteten. Selbstverständlich spukte es auch hie und da in den historischen Gemäuern. Der Baselbieter Kurt Bernhard war wie viele andere beeindruckt vom Schlossrundgang zu später Stunde. «Es war etwas Besonderes», sagte er. Auch John Meier aus Thun fand, dass man sich sehr gut in das damalige Leben ohne elektrisches Licht einfühlen konnte.

1. Juli/Thuner Tagblatt/Sylvia Kaelin

Mit ihren nostalgischen Liedern sorgte die Moritatensängerin Dorothea Walther für gute Stimmung.

01.07.13dw